pondminer.de Literatur-Forum für Phantasie * Wie der Bär zum Winterschlaf kam
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Wie der Bär zum Winterschlaf kam
 
 der Bär Einmal legte sich ein müder Bär unter einen mächtigen Baum.
Er wollte gerne ein wenig schlafen. Doch ein Auge wollte sich nicht schließen.
Darum hielt das Licht ihn wach.
Da kam ein Geist der Wälder mit einem großen Bett, gefüllt mit Federn der Vögel,
und sagte: "Komm, müder Bär, leg dich in die Federn, dann findest du Schlaf".
Doch der Bär mochte keine Vogelfedern. Er schleuderte mit einem Prankenschlag
in steilem Wurf das Bett hoch in den Baum hinein! Dort zerrissen jedoch die Federn
im spitzen Geäst und rieselten langsam schwebend gen Boden.
Dort lag der Bär, wartend auf den Schlaf.
Doch er konnte wieder ein Auge nicht schließen.
Nun kamen aber zur rechten Zeit die zerrissenen Federn aus dem Baum gerieselt,
auf das eine geöffnete Auge des Bären. Es war bald der Weg fürs Licht versperrt
und der Bär schlief ein wenig.
Bis ein Wind aufkam und die Federchen wegfegte.
Dieses gefiel dem Bären garnicht, und er trollte sich seiner Wege.
Im Winter dann fiel der Schnee wie kleine Federchen lange Zeit unaufhörlich
zur Erde herab. Da dachte der müde Bär an den kurzen Schlaf unter dem Baum,
umhüllt von Vogelfederchen. Er ließ sich freudig vom Schnee begraben,
bis zum weitentfernten Frühling.
Nun konnte er, der müde Bär, endlich lange und ungestört schlafen.
Auf diese Art kam der müde Bär zum Winterschlaf.
 

Autor: Pondminer
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