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Zeitsucher
 
Zeitsucher, sieh' zu was kommt   halt an schlag zu, hau drauf

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ZEITSUCHER, sieh zu...

Zwei Zeiger, manchmal auch drei,
die zeigen - nun hast du frei.
Das Drumherum ohne Bedeutung,
alles ist kurz vorm Sprung

Sieh zu, wie Zeiger wandern, schnell, langsam.
einer ständig ruckt
von einer Sekunde zur anderen.
Die Minuten, Stunden werden ausgespuckt,
das Universum hat genug davon.
Erinnerst langsam dich daran?

Nimm davon soviel du willst,
dieser Quell wird nie versiegen.
Dein ganzes Leben ist verfilzt,
alle Zeiger wollen betrügen.
Wer verbraucht nur unsere Zeit?
Gleich ist es wieder soweit.

Nun sind sie da, diese zwei,
sie sagen dir: Pause vorbei!
Plötzlich alles wichtig, von Bedeutung.
Du wartest auf deine nächste Häutung.
Sieh zu...


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ZEITSUCHER, was kommt ?

Trägst die Brille schief im Gesicht.
Falten werfen Schatten.
Hörst auf einem Ohr schon schlecht.
Deine Füße haben nen Platten.
Die Augen suchen Licht, wo keines ist.
Wege werden seltsam länger, Atemnot.
Doch was kümmerts dich?
Ja es schmeckt, das Abendbrot.
Nacht bringt immer noch den Schlaf.
Am Morgen Knurren dann im Magen.
Du warst nicht immer gern so brav,
wie in deinen alten Tagen.
Denkst zurück an eine ferne Zeit,
da gings besser mit dem Hören.
Warst füs Leben stets bereit.
Nun will das Alter dich betören.
Falten werfen Schatten.
Doch du siehst sie nicht, Welt des Lichts.
Erinnerung, hell wie tausend Sonnen.
Urteil vom kosmischen Gericht: Die Zeit wird im Kopf gewonnen!
Alter wird älter.
Oh Licht, zeige dein Gesicht,
ein Leben sonst zerronnen.
Falten werfen Zeitschatten.
Das jüngste Gericht?


up / down

ZEITSUCHER, halt an

Ausschlafen ist ein Pläsier !

Manchmal schläfst du um halbvier,
aber nur ne halbe Stund,
länger ist es ungesund.
Erlebst den Abend sonst nicht mehr,
Augenlider sind zu schwer.
Hellwach in stockfinstrer Nacht,
früher hättest du durchgemacht.
Da war die Zeit noch nicht so schnell.
Um sie anzuhalten, sagst du ordinär:
Mal ausschlafen ist mein Pläsier!


up / down

ZEITSUCHER, schlag zu, hau drauf.

Hörst den Klang der Trommel,
treibt dich voran, schnelle Zeit.
Der Code fürs Gehirn Gegrummel,
nur wer ihn spielt, der weiß Bescheid.
Die Glieder fangen an zu zucken,
als wollten sie von dir fliegen,
versuchen den Rhythmus zu erahnen.
Hände klatschen, Füße jucken.
Das Etwas im Kopf will dich betrügen,
die Mathematik der Zeit bewahren.
Dein Körper macht was er will,
wird selbst zur Trommel, dröhn.
Das Hirn liegt derweil auf dem Grill.
Nimm selbst die Trommel, spiel mit ihr,
sie wird dir folgen, deinen Schlag verstehn.
Handgeschichten gibts zuhauf,
mach daraus kein Gezier.
Lass dich einfach gehn,
schlag zu, hau drauf...
Zeit hört auf zu sein, so nebenbei,
keiner kann sie nun vermessen.
Hörst nicht mal mehr dein Geschrei,
spürst nur noch eins:
Du fühlst dich frei!

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